Die „Allee in Giverny“, auch unter dem Titel „Gartenweg“ bekannt, entstand 1902 in Claude Monets berühmtem Garten in Giverny. Seit seinem Umzug dorthin im Jahr 1883 nutzte der Künstler das von ihm selbst gestaltete Refugium als unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Statt einer weiten Landschaft rückt ein schmaler Weg in den Fokus, der von üppig blühenden Pflanzen und dichtem Laub malerisch gerahmt wird. Die Komposition zieht den Blick tief in das Bild hinein und lässt den Eindruck eines kontemplativen Spaziergangs durch den Garten entstehen.
Mit kurzen, pulsierenden Pinselstrichen und subtil nuancierten Grün-, Rosa- und Violetttönen hielt Monet nicht botanische Details fest, sondern das flüchtige Zusammenspiel von Licht, Farbe und Atmosphäre. Das Gemälde zählt zu den herausragenden Gartenbildern seiner späten Schaffensphase und veranschaulicht eindrucksvoll, wie eng Naturerlebnis und Malerei in Giverny miteinander verschmolzen.